Everlast – Konzert in Berlin

Um an dieser Stelle bereits einen wesentlichen Fakt vorweg zu nehmen: Ja, ich bin bei weitem alt genug um ohne elterliche Begleitung auf Konzerte gehen zu dürfen. Und dennoch ist es so, dass ich seit einigen Jahren mit meiner Mum zu den Konzerten von Everlast renne. Ob nun im C-Club, in der Passionskirche oder im Astra. Seit Jahren tingel ich mit meiner Mum zu den Konzerten. …Ganz ehrlich, ich kenne nicht dein Verhältnis zu deiner Mutter aber meine ist in jedem Fall extrem cool! …

Everlast-–-The-Life-AcousticAm Donnerstagabend, den 13. November 2015 war es wieder einmal so weit. Everlast tritt im C-Club auf (für sämtliche Neuberliner, ich glaube das Ding heißt jetzt offiziell Columbia Theater)

Konzertbeginn war laut Aussage der Eintrittskarte 21 Uhr und wir waren 20:30 Uhr vor Ort.

Der Einlass war entspannt und am Ticket-Abriss wurden wir bereits gefragt, warum wir denn hier wären, „da es eh‘ immer das Gleiche ist. Seit Jahren.“ Aber eben genau deswegen waren wir hier. In der Columbiahalle nebenan spielte an diesem Abend Slayer, was die unzähligen Metalheads in der Umgebung erklärte. Umso cooler an dieser Stelle, mit seiner Mum durch die Gegend zu ziehen und dieses Konzert zu besuchen. Einige Blicke sind eben doch unbezahlbar.
Im C-Cub angekommen, ging es, wie üblich, zur Theke um die erste Runde Bier zu bestellen. Während wir unseren Platz suchten und uns über Gott und die Welt unterhielten, betrat ein „junger Mann“ mit einer Flasche Jameson in der einen und einer schwarzen Gitarre in der anderen Hand die Bühne. Mein erster Gedanke war tatsächlich „Ah, der Techniker, der das Equipment auf die Bühne bringt, cool.“ Es war Seb Black, mit einer Attitüde, wie sie kein Stromberg an Ignoranz und kein Raab an Selbstverständnis hätten übertreffen können.

everlastbeitrags-bild
Kurz darauf wurde klar, dass dieser Typ eine unglaubliche Stimmt hat und an diesem Abend die Rolle des Voracts mehr als nur erfolgreich übertreffen sollte. Seb Black war auf der Bühne und hatte Spaß. Das Publikum auch! Und ich habe eine Person mehr in meiner Liste zum Thema „Gute Musik“. Wir haben also alle gewonnen.
Nach einer Stunde sehr gutem und provakantem Entertainments war es dann soweit. Everlast (a. k. a. Erik Schrody) betritt die Bühne mit seinem Freund und Kollegen, einem unglaublichem Pianisten.
Von Auszügen von „Eat at Whiteys“, „Whitey Ford sings the blues“ über „The Life Acoustic“ war alles dabei.

everlast02
Ehrlicherweise habe ich bisher nur sehr wenige Künstler auf solch einem Niveau performen sehen. Doch diese Selbstverständlichkeit, gepaart mit voller Emotion in den Songs ist meiner Meinung nach einfach unglaublich.
Seine musikalische Präsenz wird, wie auch dieses Mal, nur noch durch seine Anekdoten zum Rap-Business, politischen Grundsätzen und persönlichen Erfahrungen übertroffen.

Ich kann diesen Abend in jedem Fall, wieder einmal, als einen meiner Highlights des Jahres verbuchen.
Nächstes Jahr gehe ich wieder hin…und natürlich mit meiner Mum!

by C.C.

Related Post

Posted in hiphop, lifestyle.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *